E-Bilanz aktuell – So ist der Stand…

//E-Bilanz aktuell – So ist der Stand…

Vorangegangen kurz:

Am 18. Januar 2011 gab es vom BMF erste Informationen zur Pilotphase der E-Bilanz – in einer Informationsveranstaltung. Begonnen hat die Pilotphase im Februar 2011. Sie wurde von den Vertretern des Projektes „E-Bilanz“ begleitet. Das erste Ablaufdatum, 30. April 2011 wurde bis zum 30. Juni 2011 verlängert. Inzwischen ist die Pilotphase abgeschlossen. Weitere Datensätze können zu Testzwecken trotzdem elektronisch übermittelt werden.  Unterstützt werden diese durch die von der Finanzverwaltung zur Verfügung gestellte Programmschnittstelle ERiC (ElsterRichClient). Ist die Prüfung erfolgreich, erhält der Übermittler ein entsprechendes Transferticket. Dieses zeigt die Fehlerfreiheit.

Auswertung der Pilotphase:

Erste Auswertungen hat das BMF unter Beteiligung der Länder im Rahmen der am 16. August 2011 stattgefundenen Informationsveranstaltung veröffentlicht. Als aktiver Pilottestteilnehmer waren wir dabei. Zudem steuerliche Berater und Vertreter von Verbänden. Aussagen der Verbände und Unternehmen zum Entwurf des Anwendungsschreibens zu § 5b EStG (Stand: Juni 2011) wurden im zweiten Teil angehört.

Welche Schlussfolgerungen gibt es auf Grund der Ergebnisse der Pilotphase und der Anhörungen?

Kritik der Pilotteilnehmer

Als wesentlicher Punkt bei der Umstellung auf die E-Bilanz wurde das Mapping genannt. Die Kontensalden der nicht standardisierten Kontenrahmen konnten teils nur manuell den entsprechenden Taxonomie-Positionen zugewiesen werden.

In den Mussfeldern gab es in Verbindung mit NIL-Werten Kritik:

  • einige Mussfelder konnten nicht durch Informationen auf Kontenebene gefüllt werden;
  • die Mussfeldeigenschaft ist nicht exakt definiert;
  • aufgrund der Rechtsform nicht zu füllende Mussfelder sollen trotzdem (mit NIL) gefüllt werden;

Zudem wurden zusätzliche Auffangpositionen und neue zusätzliche Positionen gefordert, um im Unternehmen realisierte Sachverhalte besser abbilden zu können.

Die Finanzverwaltung reagierte:

Die Finanzverwaltung hat auf die Rückmeldungen der Pilotteilnehmer reagiert und die verpflichtende elektronische Übermittlung der Bilanz- und GuV-Daten nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz um ein Jahr verschoben. Außerdem wurden bislang folgende Änderungen der Kerntaxonomie vorgenommen:

  • Streichung der Mussfeldeigenschaft bei 13 Positionen;
  • Einfügung von 30 Auffangpositionen;
  • Einfügung von 54 (fakultativen) Positionen.
2017-12-06T15:21:37+00:00
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