Nachhaltigkeitsreporting (ESG/CSRD): das müssen Sie wissen
Was ist ein Nachhaltigkeitsbericht?
Ein Nachhaltigkeitsbericht oder Nachhaltigkeitsreporting ist ein strukturierter Bericht, in dem Unternehmen ihre Auswirkungen auf Umwelt, Soziales und Unternehmensführung (ESG) offenlegen. Er enthält Informationen zu Themen wie CO₂-Emissionen, Arbeitsbedingungen und Compliance und dient der Transparenz gegenüber Stakeholdern.
Wer muss einen Nachhaltigkeitsbericht erstellen?
Aktuell sind vor allem große kapitalmarktorientierte Unternehmen verpflichtet, einen Nachhaltigkeitsbericht zu erstellen (nach der bisherigen Non-Financial Reporting Directive, NFRD). Mit der neuen EU-Richtlinie CSRD wird die Pflicht schrittweise ausgeweitet: Seit dem Geschäftsjahr 2024 (Bericht in 2025) betrifft sie große Unternehmen, die bestimmte Größenkriterien erfüllen. In den kommenden Jahren werden auch weitere Unternehmen einbezogen.
Was sind ESG und CSRD?
ESG steht für Environmental, Social und Governance und beschreibt die drei zentralen Bereiche der Nachhaltigkeit. Die CSRD (Corporate Sustainability Reporting Directive) ist eine EU-Richtlinie, die Unternehmen zur standardisierten Nachhaltigkeitsberichterstattung verpflichtet.
Softwarelösung für Nachhaltigkeitsreporting
Der Nachhaltigkeitsbericht ist kein Dokument, das einmal erstellt und abgegeben wird. In der Regel müssen Nachhaltigkeitsberichte regelmäßig aktualisiert werden. Daher eignet sich die Opti.Tax-Softwareplattform auf Taxonomiebasis ideal für eine passende Softwarelösung.
Allerdings warten wir mit der Bereitstellung einer Nachhaltigkeitsreporting-Software. Der Grund: zu viel Unsicherheit auf der gesetzlichen Ebene. Als mittelständisches Unternehmen müssen wir unsere Ressourcen dort einsetzen, wo sie benötigt werden. Bei Themen wie Transfer Pricing (mit CbCR und Pillar 2) oder Verfahrensdokumentation herrschen klare Verhältnisse. Sobald wir auch bei CSRD und ESRS Klarheit haben, werden wir Ihnen das passende Werkzeug zur Verfügung stellen.

Standards für Nachhaltigkeitsreporting
Dr. Steve Waitschat: diesen Standard empfiehlt der Experte
Die deutschen Unternehmen sind verunsichert. Welcher Standard gilt und wer muss berichten? Dr. Steve Waitschat, Berater und Experte für Nachhaltigkeitsberichte von der Kanzlei Clostermann & Jasper, hat in unserer Sendung „hsp live um 11“ die wichtigsten Fragen beantwortet.
Gut zu wissen
Welche gängigen Nachhaltigkeitsbericht-Standards gibt es und wie unterscheiden sie sich?
Für die Nachhaltigkeitsberichterstattung gibt es verschiedene Standards mit unterschiedlichem Umfang und Zielsetzung:
- ESRS (European Sustainability Reporting Standards): verbindlicher Standard im Rahmen der CSRD für berichtspflichtige Unternehmen in der EU
- DNK (Deutscher Nachhaltigkeitskodex): freiwilliger, praxisnaher Standard, insbesondere für kleine und mittlere Unternehmen geeignet
- VSME (Voluntary Sustainability Reporting Standard for SMEs): neuer freiwilliger EU-Standard speziell für kleine und mittlere Unternehmen, der sich an den Anforderungen der CSRD orientiert
Der wesentliche Unterschied liegt im Grad der Verbindlichkeit und im Detailumfang: Während die ESRS verpflichtend und sehr umfangreich sind, bieten DNK und VSME einen niedrigschwelligen Einstieg.
Was ist der VSME?
Der VSME ist ein freiwilliger Nachhaltigkeitsstandard der EU für kleine und mittlere Unternehmen (KMU). Er wurde entwickelt, um Unternehmen einen einfachen Einstieg in die Nachhaltigkeitsberichterstattung zu ermöglichen und gleichzeitig eine Anschlussfähigkeit an die verpflichtenden ESRS-Standards sicherzustellen.
Kann ich meinen freiwilligen Bericht später in einen Pflichtbericht überführen?
Ja, ein freiwillig erstellter Nachhaltigkeitsbericht kann grundsätzlich als Grundlage für einen später verpflichtenden Bericht dienen. Wichtig ist jedoch: Die Anforderungen der CSRD bzw. ESRS sind deutlich umfangreicher und standardisierter. Wer früh mit einem geeigneten Standard (z. B. VSME oder DNK) startet und strukturiert arbeitet, reduziert den späteren Umstellungsaufwand erheblich und vermeidet doppelte Arbeit.
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Unsere Software-Module entstehen in enger Zusammenarbeit mit erfahrenen Partnerkanzleien wie Energiesozietät GmbH fürs IKS, ADKL Abels Decker Kuhfuß & Partner mbB fürs Transfer Pricing oder Schröder & Partner für die digitale Vorsorgeakte. So stellen wir sicher, dass die Funktionen in Opti.Tax auf die realen Herausforderungen im Berufsalltag zugeschnitten sind.
Regelmäßige Updates sorgen dafür, dass Gesetzesänderungen und neue Anforderungen zeitnah in der Software berücksichtigt werden. Darüber hinaus unterstützen wir Sie mit umfangreichen Service- und Supportleistungen, E-Learning-Kursen, einem Zugang zur hsp Community, unserer wöchentlichen Livesendung „hsp live um 11“ und vielem mehr.





