Gesetzliche Grundlagen

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Gesetzliche Grundlagen 2017-06-01T10:27:25+00:00

Elektronische Übermittlung von Bilanzdaten gem. § 5b EStG (E-Bilanz)

Nach § 5b EStG haben bilanzierungspflichtige Steuerpflichtige ab dem Kalenderjahr 2013 bzw. dem Wirtschaftsjahr 2013/2014 den Inhalt der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung nach amtlich vorgeschriebenem Datensatz durch Datenfernübertragung elektronisch zu übermitteln.

Die Übermittlung erfolgt mit Hilfe der eXtensible Business Reporting Language (XBRL), dass die Finanzverwaltung als verpflichtendes Datenformat vorgegeben hat. Die Vorgaben schlagen sich in den Taxonomien wieder, mit denen die E-Bilanz zu übermitteln ist. Eine Taxonomie ist ein Datenschema, welches abschließend alle Positionen der Übermittlung definiert (Anwendungsschreiben des BMF „Elektronische Übermittlung von Bilanzen sowie Gewinn- und Verlustrechnungen; Anwendungsschreiben zur Veröffentlichung der Taxonomie“ vom 16. 11. 2011 – IV A 7 – O 2200/09/10009:001, BStBl. I 2011 S. 1063).

Die Taxonomien – Kern, Ergänzungs- und Branchentaxonomien – bestehen aus einem GCD-Modul und einem GAAP-Modul. Das Stammdaten- oder GCD-Modul beinhaltet zahlreiche Informationen zur E-Bilanz, zum Bericht und zum Unternehmen. Das GAAP-Moduls betrifft einerseits die Bilanz, die Gewinn und Verlustrechnung, Anhang mit Anlagenspiegel, Lagebericht sowie die Ergebnisverwendungsrechnung; andererseits aber auch Teile der steuerlichen Gewinnermittlung wie Kapitalkontenentwicklung für Personengesellschaften, Gewinnermittlung für besondere Fälle (Spartenrechnung) sowie weitere Elemente der steuerlichen Gewinnermittlung (außerbilanzielle Hinzurechnungen/Abrechnungen).

Nach § 51 Abs. 4 Nr. 1 b EStG wurde die Finanzverwaltung ermächtigt, den Mindestumfang der nach § 5 b EStG zu übermittelnden Bilanzen und GuV festzulegen.